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Wissen schafft Heilung.

 

Ziele und Aufgaben

Ziele und Aufgaben

Die zentralen Entwicklungsziele des Roman-Herzog-Krebszentrums beziehen sich gegenwärtig auf die Weiterentwicklung der interdisziplinären Diagnostik und Be­handlung. Dies ist deshalb entscheidend, weil die moderne Krebstherapie immer aus einer Kombination von Maßnahmen aus unterschiedlichen Fachgebieten besteht, die sehr eng miteinander verzahnt werden müssen. Häufig sind Kom­binationen aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Um die Lebensqualität und das Befinden der Patienten zu verbessern werden häufig Unter­stützungs­maßnahmen eingebunden, die ansetzen müssen an den sehr unter­schied­lichen und individuellen Bedürfnissen der Patienten und der Angehörigen.

Die Abstimmung von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen aus unter­schiedlichen Fachgebieten geschieht im stationären Bereich in sog. Tumor­board-Sitzungen. Hier werden die bisherigen Untersuchungsergebnisse der einzelnen Patienten in einem großen Kreis von Ärzten unterschiedlicher Fachgebiete einzeln besprochen. Gemeinsam wird dann die Gesamtbehandlungsplan festgelegt und abgestimmt. Das RHCCC verfügt über 12 verschiedene Tumorboards (> Tumor­boards). Aktuell arbeiten wir daran, diese 12 Tumorboards in eine elektronische Gesamt­dokumentation einzubinden und sicherzustellen, dass die einzelnen Tumor­board­entscheidungen den aktuellen Forschungserkenntnissen, d.h. den gültigen Be­hand­lungsleitlinien entsprechen.

Im ambulanten Bereich wurden fünf verschiedene interdisziplinäre Sprechstunden eingerichtet (> Interdisziplinäre Sprechstunden). Auch hier soll die Behand­lungs­planung im Kreise von Experten unterschiedlicher Fachgebiete erfolgen.

Wenn ein Krebspatient in ein Krankenhaus kommt ist die Zuweisung in eine bestimmte Klinik in der Regel durch die Diagnose vorgebahnt, z.B. in die Frauenklinik bei Brustkrebs, in die Chirurgische Klinik bei Darmkrebs oder in die Urologische Klinik bei Prostatakrebs. Es gibt aber auch Patienten mit einem Krebsverdacht ohne dass die genaue Krebsdiagnose erkennbar ist. Für diese Patienten und solche in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium soll in Kürze ein sog. Interdisziplinäres Eingangsportal eingerichtet werden. Auch hier ist das Ziel, von vorneherein die Expertise unterschiedlicher Fachgebiete gleichzeitig zu nutzen, um dem Patienten viele zeitlich versetzte Arztbesuche zu ersparen.

Krebspatienten und -patientinnen reagieren auf die Diagnose und Therapie sehr unterschiedlich, eher kämpferisch und gut informiert oder aber ängstlich und verunsichert. Manche Patienten haben Unterstützung durch Angehörige andere leider nicht. Wir möchten die Patienten nicht nur körperlich behandeln sondern sie auch sozial und psychologisch unterstützen. Die Vermittlung solcher Unter­stützungs­maßnahmen (wie z.B. Sozialberatung, Ernäh­rungs­beratung, Phy­sio­­thera­pie, Psycho­onkologie, Palliativmedizin, Komple­men­tärmedinzin, Sport, Seelsorge, Selbst­hilfe, Palliativmedizin), die genau den Erwartungen und Wün­schen der Pati­enten entspre­chen, ist ein weitere Aufgabe, an deren Lösung wir gegenwärtig arbeiten (> Begleittherapie).

Wir werden Sie gern regelmäßig über unsere Weiterentwicklung informieren.


 

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