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Wissen schafft Heilung.

 

Proteomics

Während das Genom praktisch in jeder Zelle das gleiche ist, unterscheidet sich die Proteinzusammensetzung verschiedener Gewebe- und Zelltypen qualitativ und quantitativ außerordentlich. Die Vielfalt des menschlichen Körpers mit seinen ca. 252 verschiedenen Zelltypen und seinen noch vielfältigeren zellulären Funktionszuständen sind das Ergebnis der Plastizität und Aktivität des menschlichen Proteoms („PROTEin komplementär zum GenOM“). Das menschliche Proteom beherbergt einen unvorstellbaren Informationsgehalt, von dem bislang nur ein Bruchteil für diagnostische und therapeutische Zwecke genutzt wird. Krebs mag zwar eine genetisch determinierte Erkrankung sein, aber auf funktioneller Ebene ist es eine Erkrankung des Proteoms: Tumorprogression, -invasion und -metastasierung hängen von der funktionellen Aktivität oder Inaktivität von Proteinen ab, wie z.B. Wachstumsfaktoren und Proteasen. Neue Methoden helfen dabei die Proteinexpression zu katalogisieren und die differenzielle Expression zu untersuchen. Der zuletzt genannte Schritt eignet sich insbesondere, um neue Krankheitsmarker und Therapieziele zu finden.