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Wissen schafft Heilung.

 

Molekulare Therapie

Die Erfolge in der Erforschung der grundlegenden biologischen Mechanismen der Tumorgenese, die Verbesserung in der Früherkennung und Prävention von Tumorerkrankungen und die Entwicklung neuartiger Therapieformen und Substanzen haben zu einer deutlichen Verbesserung der Prognose von Tumorpatienten geführt. Dennoch ist die Prognose der meisten Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren weiterhin schlecht. Es besteht daher großer Bedarf an der Entwicklung neuartiger Therapieverfahren und neuen Substanzen in der Therapie von Krebserkrankungen. Hier haben in den letzten Jahren deutliche Verbesserungen stattgefunden. Bislang galten konventionelle Chemotherapeutika als Rückgrat der systemischen Therapie von Tumoren, und mit diesen Substanzen, sowohl als Einzelsubstanz wie auch in der Kombination, konnten bereits gewisse Erfolge hinsichtlich des Überlebens erzielt werden. Neuartige Substanzen, die speziell tumorspezifische Strukturen auf der Zelloberfläche oder in den Tumorzellen selbst hemmen, sind nun als sogenannte „targeted therapies“ (zielgerichtete Substanzen) im klinischen Einsatz. Bis zur klinischen Reife waren dazu langjährige Versuche im Labor notwendig. Nun können diese Substanzen mit den bekannten Chemotherapeutika kombiniert werden oder bei gewissen Tumoren als Einzelsubstanzen eingesetzt werden, und erreichen damit bislang nicht zu erzielende Ansprechraten bzw. Tumorstabilisierungen.