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Wissen schafft Heilung.

 

Molekulare Bildgebung

Bildgebende Verfahren haben sich in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch weiterentwickelt. Die moderne Kernspin- und Computertomographie erlaubt eine präzise Darstellung anatomischer Strukturen mit einer Auflösung im Submillimeterbereich. Die Positronen-Emissionstomographie (PET) ermöglicht eine funktionelle Charakterisierung von Tumorgewebe auf molekularer Ebene, basierend auf spezifischen Spürsubstanzen. Die PET mit dem radioaktiv markierten Traubenzucker FDG stellt die derzeit empfindlichste Methode zum Nachweis von vitalem Tumorgewebe im lebenden Organismus dar. Zu den biologischen Prozessen, die derzeit genauer untersucht werden, zählen neben dem Energiestoffwechsel die in Tumoren häufig gesteigerte Neubildung von Blutgefäßen, die erhöhte Zellteilungsrate, das Metastasierungspotenzial, der natürliche Zelltod (Apoptose) und die Tumorhypoxie. Die Kombination anatomischer und molekularer bildgebender Verfahren (Hybridtechnik) soll nicht nur eine frühzeitige Erkennung von Tumoren, sondern auch eine individuell an die Tumorbiologie angepasste Therapie ermöglichen und so den Krankheitsverlauf entscheidend verbessern.