mri

Wissen schafft Heilung.

 

Metastasierung

Maligne Tumoren neigen frühzeitig zur Streuung der Tumorzellen über das Lymphgefäßsystem und das Blutgefäßsystem. Während der eigentliche Tumor lokal weiterwachsen kann und in benachbarte Strukturen einbricht, ist die Metastasierung häufig das lebensbedrohliche Ereignis, das meist einen unheilbaren Verlauf der Erkrankung anzeigt. Die molekularen und biologischen Mechanismen der Metastasierung sind daher von besonderem Interesse, da die Blockierung der Metastasierungsneigung eine wesentliche Verbesserung des Verlaufs der Erkankung bedeuten würde. Es wird daher allgemein angenommen, daß der Prozeß der Metastasierung die Invasion und Proteolyse der extrazellulären Matrix sowie die Infiltration der Gefäße umfaßt. Abgesehen von der Adhäsion, tragen auch die Induktion und Regulation der Gefäßneubildung, sowie die Induktion der Zellteilung , die Aktivierung proteolytischer Enzyme und die Hemmung des programmierten Zelltodes zur Metastasierung bei. Die Intervention auf der Ebene dieser verschiedenen biologischen Mechanismen ist ein Ziel der Entwicklung neuer Krebsmedikamente.